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Mit dem Auto nach Sölden: die Vignette, die Ötztalstraße und das Timmelsjoch

Was brauche ich, um mit dem Auto nach Sölden zu fahren?

Im Winter gibt es nur eine Straße. Das Timmelsjoch oberhalb des Orts kann bereits Ende Oktober gesperrt werden und darf frühestens Ende Mai wieder öffnen, sodass die B186 durchs Ötztal sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt übernimmt und dafür weder eine Vignette noch eine eigene Maut anfällt. Bezahlen müssen Sie die Autobahn davor: Wer von Deutschland über die A12 kommt, braucht ab der Anschlussstelle Kufstein-Süd bis zur Ausfahrt Ötztal eine Vignette.

Im Winter hat das Ötztal nur einen Weg hinein und hinaus

Die Timmelsjoch-Hochalpenstraße führt vom oberen Ötztal oberhalb von Sölden hinauf nach Südtirol, und ihr Betreiber, die Timmelsjoch Hochalpenstraßen AG, stellt klar, dass sie im Winter keine Verbindung in oder aus dem Tal ist. Die Sperre kann bereits Ende Oktober beginnen, und die Straße darf frühestens Ende Mai wieder öffnen, wobei die genauen Termine kurzfristig vom Schnee abhängen. Sölden selbst nennt für die Saison 2026 den Zeitraum 13. Mai bis 20. Oktober.

Für eine Skiwoche steht damit die Route fest: Sie fahren über die B186 hinauf und über dieselbe Straße wieder hinunter, und ein Navi, das im Februar das Timmelsjoch vorschlägt, schlägt eine Straße mit Schranke vor. Das Timmelsjoch ist eine Privatstraße mit einer eigenen Maut, die unabhängig von allem erhoben wird, was ASFINAG verlangt, aber das ist eine Frage für den Sommer.

Die Vignettenpflicht gilt von Kufstein-Süd bis zur Ausfahrt Ötztal

Die übliche Fahrt von München führt über die A12 Inntal Autobahn an Innsbruck vorbei bis zur Ausfahrt Ötztal. Von der Vignettenpflicht befreit ist die A12 nur zwischen der Grenze bei Kufstein und der Anschlussstelle Kufstein-Süd; ab Kufstein-Süd in Richtung Süden brauchen Sie eine Vignette, und zwar bis zur Ausfahrt.

Von dort sind es noch etwa 35 bis 50 km auf der B186 Ötztaler Straße hinauf nach Sölden. Die B186 ist eine normale Bundesstraße: Auf ihr gilt weder eine Vignettenpflicht noch wird eine gesonderte Maut erhoben.

Das ist die gesamte österreichische Straßenmaut für eine Woche im Tal, hin und zurück. Eine 10-Tages-Vignette Österreich, die am Tag der Hinfahrt beginnt, deckt zehn aufeinanderfolgende Kalendertage einschließlich dieses Tages ab, was für einen Transfer von Samstag zu Samstag ausreicht.

Für diese 35 bis 50 km veröffentlichen weder Sölden noch das Land Tirol eine eigene Regelung zur Winterausrüstung, sodass für die B186 die nationale Gesetzeslage gilt, die wir in unserem Ratgeber für die Skireise nach Österreich erläutern.

Für den Fernpass fällt bislang keine Maut an

Wer die A12 meiden möchte, fährt über den Fernpass. Die B179, die darüberführt, ist eine Tiroler Landesstraße außerhalb des ASFINAG-Netzes, sodass dort weder eine Vignette gilt noch derzeit eine Streckenmaut erhoben wird.

Das Land Tirol hat Pläne für eine Fernpass-Durchzugsmaut veröffentlicht, eine Durchgangsmaut auf der B179, die das Land selbst erheben würde, sobald der geplante Fernpass-Scheiteltunnel für den Verkehr freigegeben wird. Sie gilt derzeit nicht, und ein Eröffnungsjahr für diesen Tunnel ist nicht veröffentlicht, weshalb Sie das vor einer künftigen Reise noch einmal prüfen sollten.

Das Parken ist im gesamten Ort geregelt

Sölden betreibt seit dem 1. Februar 2024 ein ortsweites Parkraumkonzept. Auf der gemeindeeigenen Seite zum Parkraummanagement sind die blauen Kurzparkzonen in der Nähe des Gemeindeamts, der Geschäfte und der Sportanlagen mit einer Höchstdauer von 120 Minuten festgelegt, kostenpflichtig von 8 bis 19 Uhr, wobei die ersten 30 Minuten kostenlos sind. Das sind gemeindeeigene Bestimmungen, die Sölden per Verordnung ändern kann.

Für einen Wochenaufenthalt sind stattdessen die Ganztages- und Mehrtagesparkplätze die richtige Wahl: Freizeit Arena, Granbichl, der Stufenparkplatz, Zwieselstein und Vent. Ihre Unterkunft weiß, zu welchem der fünf sie ihre Gäste schickt.